„Bunt statt Braun“ auf der Halde Schleswig

50 Luftballons als Friedenssymbol

Vereint beim Friedensgebet: Diakon Magdy Keriakos (koptisch-orthodoxes Patriarchat St. Marien & Mercuriuos), Rabbi Baruch Babaev (Jüdische Kultusgemeinde Dortmund), Diakon Filmon Hagos (eritreisch-orthodoxe „Heiland-der-Welt“-Gemeinde), Naciye Kamcili-­Yildiz als Vertreterin der Muslime, Pfarrerin Sandra Sternke-Menne (ev. Kirche Brackel) sowie Pfarrer Ludger Keite (v. l.). Foto: Privat

 

Dortmund-Brackel. Unter freiem Himmel fand bei strahlendem Sonnenschein das zweite Friedensgebet der Religionen statt. Als einzigartiger Ort diente dazu die Bergkuppe der Halde Schleswig bei Asseln. Hier hat man auf dem Gipfel einen 360-Grad-Rundumblick auf alle Ortsteile im Dortmunder Osten.

Der Gottesdienst mit über 200 Teilnehmern fand in der Reihe „Bunt statt Braun“ statt, um „in der Öffentlichkeit gegen die menschenverachtende Hetze der Neonazis ein Zeichen für Toleranz, Respekt, Vielfalt und Menschenwürde in ganz Dortmund zu setzen“, betonen die Veranstalter. An dem Gottesdienst nahmen neben dem katholischen Pfarrer Ludger Keite und Pfarrerin Sandra Sternke-Menne der Rab­biner Baruch Babaev, Naciye Kamcili-Yildiz als Vertreterin des Islam, Diakon Magdy Keriakos vom koptisch-orthodoxen Patriarchat sowie Diakon Filmon Hagos als Vertreter der eritreisch-orthodoxen Gemeinde „Heiland-der-Welt“ teil. Der Posaunenchor der evangelischen Kirche Brackel begleitete ihn musikalisch.

Der Gottesdienst stand unter dem Motto: „Versöhnung, Verzeihung, Verheißung“. Pfarrer Ludger Keite zitierte den Theologen Hans Küng: „Es gibt keinen Weltfrieden ohne den Frieden der Religionen.“

Als Zeichen der Vielfalt und gleichzeitig der Einheit ließen alle Religionsvertreter bunte Luftballons in den Himmel steigen. Während anschließend die Anwesenden 50 weiße Ballons als Symbol für die Sehnsucht nach Frieden losließen, wurde es unter den Betern ganz still. Am Airport Dortmund wurde sogar eigens aus Sicherheitsgründen für eine Viertelstunde der Flugverkehr unterbrochen, da die Luftballone direkt in der Startschneise der Flugzeuge nach oben stiegen.

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