Christliche Verpflichtung

Ein Kommentar von Matthias Nückel

Zwischen dem 23. und 26. Mai dieses Jahres wählen die Menschen in der Europäischen Gemeinschaft ein neues Europaparlament, in Deutschland ist es der 26. Mai. Im Vorfeld dieser Wahl gibt es viele Befürchtungen, dass zahlreiche Populisten und Anti-Europäer in das Parlament nach Straßburg einziehen könnten. (Obwohl es ja eigentlich ein Widerspruch in sich ist, dass Anti-Europäer für dieses Parlament kandidieren.)

Briefmarke mit der Darstellung des Besuches des heiligen Franz von Assisi bei Sultan Al-Kamil Muhammad al-Malik im ägyptischen Damiette. Foto: KNA

 

In zahlreichen Aufrufen werben Demokraten für die Teilnahme an der Europawahl, so wie etwa das Diözesankomitee im Erzbistum Paderborn (siehe Seite 4). Denn eine hohe Wahlbeteiligung ist für die Zukunft Europas ebenso wichtig wie der Einzug von Europa-Befürwortern in das Parlament.

Mehr noch als alle anderen Menschen haben Christen Europa gegenüber eine besondere Verpflichtung. Der europäische Gedanke beginnt für uns nicht erst mit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) oder gar mit der Europäischen Union.

Viele große Heilige haben in den vergangenen Jahrhunderten den europäischen Gedanken vom friedlichen Zusammenleben der Völker auf diesem Kontinent vorangebracht und vorgelebt. Oft waren es Ordensfrauen und -männer, wie zum Beispiel der heilige Benedikt von Nursia, Vinzenz von Paul, die heilige Teresia Benedicta vom Kreuz (Edith Stein) und natürlich der heilige Franziskus. Auch der Patron des Erzbistums Paderborn ist ein großer europäischer Heiliger, der zudem noch für die besondere Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich steht. Einige Ordensleute schreiben ab dieser Ausgabe in einer Serie zur Europawahl über solche Heilige (Seite 13 / Printausgabe). Sie sollen uns daran erinnern, dass wir Christen für Europa einstehen müssen. Denn nur in einem geeinten Europa bleibt der Friede auf Dauer sicher.

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