Jeder Tag ein Muttertag

Ein Gruß von Matthias Nückel an die Leserinnen

Heute möchte ich dieses Vorwort einmal besonders Ihnen, allen Müttern, widmen. Denn an diesem Sonntag ist Muttertag, der Tag, an dem Sie im Mittelpunkt stehen werden.

Foto: pixabay

 

Über den Muttertag gibt es sehr unterschiedliche Auffassungen – auch unter Frauen. Viele legen auf diesen Tag keinen Wert mehr, weil sie ihn als Alibi-Tag für sonst vergessene Dankesworte ansehen. Andere wiederum freuen sich über einen Blumenstrauß, schöne Gedichte oder eine andere Aufmerksamkeit. Und wieder anderen ist es wichtiger, die Rechte der Frauen zu stärken, statt an einem Sonntag im Jahr die Mutterrolle zu würdigen.

Alle diese Meinungen haben ihre Berechtigung. Es gibt immer noch die Ungleichbehandlung – vor allem die finanzielle – von Frauen und Männern im Beruf. Die Doppel­belastung von Beruf und Familie trifft häufig Frauen stärker als Männer. Und auch unter den Alleinerziehenden gibt es mehr Frauen als Männer.

All dies lässt sich nicht an einem einzigen Sonntag im Jahr würdigen. Die meisten Mütter leisten das ganze Jahr über viel Arbeit, die oftmals nicht genügend honoriert wird. Sie tragen zum Haushaltseinkommen bei, sind Köchin, Putzfrau, Chauffeurin für die Kinder, Vertraute und vieles mehr. Hinzu kommt heute, dass die Frauen meist auch noch die Pflege der alt gewordenen Eltern übernehmen.

Sowohl in der Gesellschaft wie auch staatlicherseits wird dies nicht genug anerkannt. Hier sollten weitere Verbesserungen erfolgen. Ich möchte nur ein Beispiel nennen: Pflegende Angehörige müssten erheblich bessergestellt werden. Denn sie leisten ja oft über ihre Kräfte hinaus mehr mit Gefühl, als ein Heim es kann.

Für die vielen Aufgaben, die sie bewältigen, haben Mütter mehr als nur einen Gedenktag verdient. Es müsste jeder Tag ein Muttertag sein.

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