„Nix für Angsthasen“

Jugendtag im Paderborner Dom wurde zum Warm-up für Panama

Über den Dächern der Stadt erkundeten die Teilnehmer die Glockenstube. Foto: pdp / Dirk Lankowski

 

Paderborn (pdp). Eine abenteuerliche Nacht im Dom – was 140 Jugendliche und junge Erwachsene beim Diözesanen Jugendtag erlebten, war etwas ganz Besonderes. Und sicherlich „Nix für Angsthasen“, wie es schon der Titel der Veranstaltung versprochen hatte. Sie erkundeten das Gotteshaus, setzten sich mit ihrem Glauben und ihrer Berufung auseinander, feierten ein Nachtgebet und ließen den Abend mit einem Get-together im Forum St. Liborius ausklingen.

Dass der Jugendtag dabei ein Warm-up für den kommenden internationalen Weltjugendtag im Januar in Panama werden sollte, dafür sorgten 20 junge Panameños, die als Botschafter für ihr Land am Jugendtreffen teilnahmen. Mit Musik, Tänzen und vielen Informationen zu ihrem Land bereicherten sie das Programm.

„Im Hohen Dom braucht ihr Mut und Mumm“, erklärte Diö­zesanjugendpfarrer Stephan Schröder in seiner Begrüßung. In schwindelerregender Höhe besuchten die Teilnehmer zusammen mit dem Glockensachverständigen Theo Halekotte die Glockenstube über den Dächern der Stadt. Zusammen mit Weihbischof Matthias König stiegen die Teilnehmer in die Tiefe, versammelten sich an der Bischofsgruft und sprachen über mutige Glaubenszeugen. „Auf deine Stimme kommt es an!“, hieß es bei der Station mit Domkapellmeister Thomas Berning, der die Teilnehmer zum freien Singen im Dom ermutigte. Aber auch erlebnispädagogische Stationen der Jugendverbände forderten Vertrauen und Mut.

Am Ende des Abends feierten die Teilnehmer eine stimmungsvolle Vigilfeier im mit Kerzen erleuchteten Hochchor. „Es ist schön, so viele junge Menschen heute Nacht hier im Dom zu sehen“, freute sich Dompropst Joachim Göbel, dass der Jugendtag im Rahmen des 950-jährigen Weihejubiläums des Domes gefeiert wurde: „Ich hoffe, dass ihr durch die Nacht hier im Dom erfahrt, dass diese Kirche ein Ort ist, an dem ihr immer behütet und bedacht seid!“

In der Vigilfeier segnete Diözesanjugendpfarrer Schröder die große Weltjugendtagskerze, die während des Weltjugendtages im Dom brennen und so an die Pilger in Panama erinnern wird. Die Pilgerreise zum Weltjugendtag in das ferne Panama sei etwas, wofür man auch Mut brauche, erklärte BDKJ-Diözesanjugendseelsorger Markus Wippermann. Er führte durch ein Interview mit einem jungen Panameño und Sophie Kiko, eine „Missionarin auf Zeit“, die jetzt von einem Jahr aus Sambia zurückgekommen ist. „Natürlich habe ich auch Angst, aber mit Gott an meiner Seite weiß ich, dass ich nie alleine bin“, berichtete Sophie Kiko.

Über ihre Erlebnisse im Dom tauschten sich die Teilnehmer beim Get-together im Forum St. Liborius aus. Dort sorgten Mitglieder der Gemeinschaft Shalom für Livemusik, während die Panameños sich mit einem Tanz verabschiedeten.

Der Diözesane Jugendtag findet immer in den Jahren zwischen dem Internationalen Weltjugendtag statt. Veranstalter sind die Abteilung Jugendpastoral/Jugendarbeit mit dem Jugendhaus Hardehausen und der Paderborner Diözesanverband des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Diesen Artikel teilen:

Ähnliche Artikel