Oho, aha, das Forum

Geistlicher Glaubensimpuls

An diesem Wochenende findet es also statt: das Diözesane Forum, von den einen geradezu fiebrig erwartet, von den anderen eher skeptisch beäugt im Sinne von: „Was soll dabei schon herumkommen?“ Und die meisten Normalkatholiken werden wohl eher die Schultern zucken und denken: Was geht’s mich an?

von Claudia Auffenberg

Denen sei an dieser Stelle widersprochen, denn sie erleben längst, was es sie angeht; sie sind unmittelbar von dem betroffen, um das es in Unna gehen soll: Die neue und um diverse Messen gekürzte Gottesdienstordnung, die mühsame Suche nach Kandidaten für die bevorstehende PGR-Wahl oder das Sterben der Caritas-Konferenzen sind Teile einer kirchlichen Entwicklung, die, das muss man ehrlich sagen, seit Jahrzehnten im Gange ist. Dass das alles nun so plötzlich über uns hereinzubrechen scheint und die Abbrüche derart massiv wirken, zeigt eigentlich nur, dass wir alle miteinander ein bisschen spät dran sind. Im Grunde sind ja vielerorts die Leitideen des Zweiten Vatikanischen Konzils noch immer nicht konsequent umgesetzt worden: das Aggior­namento, die Hinwendung (nicht Anpassung!) zur Welt, die Identifikation mit den Menschen von heute, mit ihren Freuden und Hoffnungen, ihrer Trauer und ihren Ängsten.

Und nun sind wir also an einem Punkt angekommen, an dem der Bischof die Frage stellt: Wozu bist du da, Kirche von Paderborn? Man möchte irritiert nachfragen: Was will er denn jetzt wissen? Aber wenn man sich diese Frage ganz ehrlich und gewissenhaft stellt, dann kommt man womöglich zu der Erkenntnis, dass hier und da die falschen – oder sagen wir: nachrangige Themen diskutiert werden.

Wozu ist die Kirche da? Was ist ihr Sinn? Hatte sie nicht mal mit Jesus zu tun, mit den Menschen, mit Beziehungen und mit der Zusage, dass dieser Welt eine Kraft zum Guten innewohnt, auf die sich jeder und jede verlassen darf …? War das nicht ihr Sinn? Nein! Nicht „war“, das ist ihr Sinn!

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