Tolerant, weil religiös

  • 10.06.2016

Erzbischof Hans-Josef Becker gehört gemeinsam mit NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann zu den Unterzeichnern der „Gemeinsamen Erklärung zum Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen“, die von allen am schulischen Religionsunterricht beteiligten Bekenntnissen unterzeichnet wurde. Darin wird die Bedeutung des bekenntnisorientierten Religionsunterrichts für ein friedliches und respektvolles Miteinander bekräftigt. Wir dokumentieren die Erklärung in Auszügen:

weiterlesen

Herzenssache

  • 03.06.2016

Man muss zunächst den Kitsch beiseite räumen, der sich immer dann ins Bild drängt, wenn es ums Herz und um die Liebe geht. Auch das Herz-Jesu-Fest ist davon arg betroffen. Heutzutage steht man etwas verwundert vor den recht süßlichen, allzu realistischen Darstellungen des 19. Jahrhunderts.

weiterlesen

Seht, da ist der Mensch

  • 25.05.2016

Fronleichnam war ja in gewisser Weise eine Schauveranstaltung. Es wird etwas gezeigt, damit es gesehen wird. Das Sehen steht auch über dem 100. Deutschen Katholikentag, der in diesen Tagen in Leipzig stattfindet.

weiterlesen

Aller guten Dinge sind drei

  • 20.05.2016

Was es mit der Dreifaltigkeit auf sich hat, ist nicht einfach zu erklären. Gott in drei Personen? Manchmal hat man das Gefühl, es verstanden zu haben, doch sobald man versucht, es in Worte zu fassen, entgleitet einem die Sache. Dabei kann man noch froh sein, dass man die Dreifaltigkeit nicht ins Bild bringen soll. Damit ist man nämlich der Häresie gefährlich nahe. Wenn man den dreieinen Gott darstellen will, sind doch schnell drei Figuren (also drei Götter?) zu sehen – was falsch wäre – oder eine Art Monster (so formulierte es Kardinal Bellarmin einmal), ein Wesen mit einem Leib und drei Köpfen. Die Einheit der Dreifaltigkeit ist das Problem – zumindest in der Kunst.

weiterlesen

Punkt, Punkt, Komma, Strich

  • 13.05.2016

Pfingsten hat mit Kommunikation zu tun und die ist eine der schwersten, so könnte man in Abwandlung eines gern genutzten Seufzers formulieren. Eltern, Lehrer, Journalisten und Prediger aller Konfessionen stehen vor der Herausforderung, so zu reden oder zu schreiben, dass die Empfänger ihre Botschaften nicht nur verstehen, sondern optimalerweise auch noch irgendwie angerührt sind.

weiterlesen

Geist auf Beton

  • 04.05.2016

Es ist nicht gerade ein herzerwärmendes Motiv, das einem Renovabis zum bevorstehenden Pfingstfest ins Gotteslob legt. Und wenn man liest, wo sich das Original des Kunstwerkes befindet, das auf dem diesjährigen Gebetszettel abgebildet ist, kriegt man erst recht das Frieren.

weiterlesen

Im Inneren des Turmes

  • 29.04.2016

Die Marktkirche in Paderborn ist eine Jesuitenkirche, sie sieht etwa so aus wie viele barocke Jesuitenkirchen auf der Welt und das heißt: Sie hat keinen Turm. Außen jedenfalls, denn innen hat sie derzeit einen.

weiterlesen

Die Unerschrockene

  • 22.04.2016

Das Wort Patronin ist im gewissen Sinne eine Unmöglichkeit der deutschen Sprache. Das mittelhochdeutsche „Pa­tron“ ist ein männliches Wort, weil es eine Funktion beschreibt, von der irgendwer das Gerücht in die Welt gesetzt hat, sie sei für Männer: Schutzherr, rechtlicher Vertreter.

weiterlesen

Am Anfang ist der Pförtner

  • 15.04.2016

Pfingsten 1934 in Rom. Die äußerst symbolträchtige Heiligsprechung eines Deutschen steht an. Papst Pius XI. wendet sich an die Pilger: „Dann beglückwünschen wir ganz Deutschland, ganz besonders aber Bayern, in einer so ernsten geschichtlich-bedeutsamen und schweren Stunde, die es eben durchlebt; ernster und schwerer.

weiterlesen